Weihnachtskrippe

Weihnachtskrippe
Weihnachtskrippe

Im 2. Stock des Börwanger Heimathauses hat auch diese Weihnachtskrippe, die „Wintergerster Krippe“, ihr Zuhause gefunden. Ihre Entstehung wird auf Mitte des 19. Jahrhunderts datiert.

Fidel Wintergerst, geboren 1914, verstorben 2001, hat sie in den 20er Jahren von seinem Taufpaten geschenkt bekommen.

Bis nach 1960 war die Krippe in seinem Bauernhof in Kindberg in einem eigenen Zimmer aufgebaut, danach wurde aus dem Zimmer die „Bubenkammer“.

Weihnachtskrippe im Heimathaus Börwang
Weihnachtskrippe im Heimathaus Börwang

Nach 1985 wurde das Zimmer wieder frei und die Krippe dann wieder neu aufgebaut.
Fidel Wintergerst hat sie jedes Jahr wieder neu mit Moos, Wurzeln und Tuffsteinen dekoriert.
Zur Weihnachtszeit war sie dann immer wieder für die Börwanger und Haldenwanger mit ihren Kindern eine wahre „Pilgerstätte“.

wintergerst-krippe-1Ein Börwanger berichtet: Für uns Kinder war ein Krippenbesuch ein absolutes „Muss“. Mutter gab uns „a weng Münz“ mit, damit das „Mohrle“ zum Dank für den Besuch mit dem Kopf nicken konnte.

2013 erhielt die Krippe wieder einen vorläufigen Platz im neuen „Heimathaus“, denn Meinrad und Evi Wintergerst stellten sie dankenswerter Weise zur Verfügung. 2016 wurde eigens für die Krippe eine „Dachkammer“ im Obergeschoß des Heimathauses hergerichtet.

weihnachtskrippe-adam-und-eva

Die gesamte Krippenlandschaft samt Hintergrund wurden neu gestaltet: Die eigentliche Krippenszene – der 12-jährige Jesus im Tempel – die Hochzeit zu Kana – der Einzug in Jerusalem – das letzte Abendmahl – wurden geschickt in die Krippenkammer eingebaut.

Die Figurengruppe „der Sündenfall“ wurde in die Allgäuer Landschaft eingebettet. Eine Schlüsselszene wintergerst-krippedieser „Jahres- bzw. Fastenkrippe“ ist der „Einzug in Jerusalem am Palmsonntag“.

Der Haldenwanger Pfarrer Hiller beschrieb im Jahre 1705 in einem „Urbarium“ wie damals eine hölzernerne lebensgroße Figur , die Jesus reitend auf einem Palmesel darstellt, am Palmsonntag jeden Jahres in einer Prozession von Börwang nach Haldenwang gezogen wurde.

Dieses Kunstwerk wurde in der Zeit der Säkulariation nach 1803 leider vernichtet. Wir ließen ein kleineres Relief zur Erinnerung nachschnitzen – die Kosten dafür übernahmen „Börwangs Klausen“. Am Palmsonntag diesen Jahres wurde die Figur erstmals am Palmsonntag in Börwang und Haldenwang in der Kirche gezeigt, nachdem sie vorher gesegnet wurde.

Der Sündenfall - Adam und Eva
Der Sündenfall – Adam und Eva